Glitzernde Eisflächen – ein oft trügerisches Vergnügen

Natürlich macht es Spaß, wenn man jetzt in der kalten Jahreszeit bei strahlendem Sonnenschein spazieren geht, wenn alles weiß und verschneit ist, wenn Teiche, Weiher und kleine Seen zugefroren sind und die Eiskristalle in der Sonne blinken. Aber Vorsicht:

Eisflächen sollten Sie nur betreten, wenn Sie absolut sicher sind, dass das Eis auch trägt. Bei Einzelpersonen heißt das mindestens fünf Zentimeter Eisdicke, bei Personengruppen müssen es wenigstens acht Zentimeter sein. Und bei fließenden Gewässern, also etwa bei Bächen und Flüssen sollte das Eis mindestens 15 Zentimeter dick sein. Sonst ist die Gefahr im Eis einzubrechen viel zu groß. Besonders vorsichtig sollten Sie bei verschneiten Eisflächen sein oder wenn das Eis knistert und knackt, wenn sich Risse bilden oder Wasser schwallweise an die Oberfläche tritt. Auch wenn im Eis dunkle Flecken zu sehen sind, dann kann das ein Hinweis auf dünnes Eis sein.
 
Auf dem Eis sollte man niemals allein spazieren gehen, sonst kann im Notfall nämlich niemand Hilfe holen.  Denken Sie daran: im eiskalten Wasser erschlaffen die Muskeln innerhalb weniger Minuten und die eingebrochene Person geht unter.
Und noch etwas: wer zum Helfen auf die Eisfläche geht, der sollte dafür unbedingt eine Unterlage nehmen, um das Gewicht zu verteilen, eine Leiter zum Beispiel oder ein Brett. Den Geretteten in warme Decken oder Jacken hüllen und vorsichtig erwärmen, niemals aber mit Schnee einreiben oder ihm gar Alkohol zu trinken geben.
 
Im Eis einzubrechen, das bedeutet Lebensgefahr: wir von der Feuerwehr sind zwar schnell, aber unmögliches können auch wir nicht schaffen und ein paar Minuten brauchen auch wir trotz Blaulicht und Martinshorn um zu einer Einsatzstelle ans oder ins Wasser zu kommen.
 
Wir von der Feuerwehr Odelzhausen wünschen Ihnen nicht nur ruhige Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr, sondern in diesem Winter auch viele schöne Tage beim Spazierengehen oder beim Eislaufen…

Ihre Kommandanten Olli Mathis und Karl-Heinz Stieglmaier


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Veröffentlicht
08:43:00 05.12.2012